Dreimal
sind wir Richtung Güttin zum Flugplatz gefahren und
jedes mal ist das Wetter wieder schlechter geworden. So
beschlossen wir, an unserem letzten Urlaubstag einen vierten
und letzten Versuch zu starten. Diese Entscheidung war
gut so. Das Wetter war an diesem Vormittag super - die
Luft war klar und Wind gab es auch fast keinen. In dem
kleinen Terminal gab es eine Informationstafel über
die gesamten Stecken, welche die Piloten der Ostsee Flug
Rügen GmbH anbieten. Zwischen 30
und 90 Minuten kann man die
Flugruten buchen. Wir entschieden uns für die 45
minütige Runde. Sie geht von Güttin - über
Gingst - an Hiddensee vorbei - Kap Arkona - über
den Tromper Wiek - Richtung Stubbenkammer und entlang
der Kreideküste nach Sassnitz - vorbei am KdF Prora,
dem größten Bauwerk Deutschlands - Jagdschloß
Granitz - Putbus - und zurück nach Güttin. Bezahlt
war dieser Flug schnell und zudem waren wir die ersten
Pasagiere für diesen Tag und somit auch die einzigsten,
die bei dem herrlichen Wetter den Flug über die Insel
in ca. 610 m Höhe genießen
konnten.
Dann ging es los. Noch schnell ein paar Bilder von uns
und dem Flieger geschossen und dann einsteigen.
Der Motor wurde angelassen und lief auch schnell warm. |
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ich,
mit meinen drei Besten
- die Familie - |
die
Cessna Hawk XP 2
D-ESPW |
das
Paneel der Cessna |
Flugplatzgebäude
mit Tower |
Nach
ein paar Minuten war der Motor warm und das Öl auf
Betriebstemperatur. Der Pilot ließ den kleinen Vogel
abheben und brachte sie schnell auf 2000
Fuß, der optimalen Höhe um die Objekte am Boden
noch sehen zu können, aber auch um Fernsicht zu haben.
Zunächst im Tiefflug über Güttin gewannen
wir bereits über Gingst unsere bereits beschriebene
Flughöhe. In diesem Ort war ich 1985 im Ferienlager.
Weiter über den Koselower See ging es Richtung Hiddensee
mit dem Leuchtturm auf dem Dornbusch.
Über den Propeller der Cessna bot sich dem Piloten
und mir eine optimale Sicht darauf. |
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| der
Ort Güttin |
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Gingst - |
der
Koselower See |
der
Nordteil von Hiddensee mit dem Dornbuscher Leuchtturm |
Dranske
mit dem Wieker Bodden war aus der Vogelperspektive ein
schöner Anblick. Unser Ferienort Breege lag nun rechts
von uns und die Schaabe, ein bißchen Land zwischen
Breeger Bodden, dem Großen Jasmunder Bodden und
dem Tromper Wiek, mit dem längsten Sandstrand der
Insel, sah von oben aus wie eine Sichel.
Nun begann der für uns spannendste Teil des Fluges.
Über Putgarten ging es zu Deutschlands Nordkap, dem
Kap Arkona. Bekannt für seine zwei eng aneinander
stehenden Leuchttürme und den Anfang der Kreideküste. |
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Dranske -
und der Wieker Bodden |
unser
Ferienort Breege
am Breeger Bodden
und die Schaabe |
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Putgarten - |
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Kap Arkona - |
Der
eckige Turm ist der Schinkelturm und wurde nach den Plänen
von Karl Friedrich Schinkel 1926
bis 27 erbaut. Er ist seit
1902 außer Betrieb und beherbergt heute ein Museum.
Der große Leuchtturm hingegen weist in den Nachtstunden
mit seinem Leuchtfeuer vorbeifahrenden Schiffen den Weg
ums Kap. Links daneben befindet sich ein Teil des Burgwalls
der Jaromarsburg.
Vitt, leider von Touristen überlaufen, ist das älteste
Dorf der Insel. Besonders die achteckige Kapelle mit dem
großflächigen Fresko im Inneren geben dem historischen
Fischerdorf sein charakteristisches Gesicht. |
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Kap Arkona -
das deutsche Nordkap |
der
neue Leuchtturm
und der eckige Schinkelturm |
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Kap Arkona -
das deutsche Nordkap |
Fischerdorf
Vitt |
| Über
Glowe ging es weiter Richtung Stubbenkammer, vorbei an
Schloss Spyker zu den bekanntesten und meist besuchten
Kreidefelsen, dem Königsstuhl und die Viktoria-Sicht.
Sie liegen im Herzen des Nationalpark Jasmund. |
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| Breege
von der Ostsee aus |
Ferienort
Glowe |
Schloss
Spyker |
alte
Kreideabbaustätte |
An
diesem Küstenstreifen kann man live erleben, wie
Wind, Wasser und die Sonne diese steile Küste bearbeitet.
Immer wieder rutschen Teile des Hanges ab und verändern
die Gestalt der Kreideküste. So rutschte auch vor
cirka 4 Jahren bei Lohme
ein großes Stück Hang hinab. Die Kreide wird
in der Zwischenzeit abgetragen und aufgearbeitet.
Hier sind Strandspaziergänge besonders spannend,
da man mit etwas Glück immer wieder Fossilien findet,
vor allem Donnerkeile, Seeigel oder auch Klappersteine. |
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der
Nationalpark
Jasmund und Stubnitz |
Kreideabgang
bei Lohme |
der
Konigsstuhl |
Viktoria-Sicht
und Königsstuhl |
| Am
27.6.2007
( zwei Tage vor unserem Flug ) gab es auf Rügen ein
Unwetter, welches einen erneuten Abgang verursachte. Das
milchige Wasser zeigt besonders gut, wie die Strömungen
vor der Küste verlaufen. Man wird sich angesichts
dieser Bilder bewußt, wie vergänglich diese
Kreideküste ist und wie die Umwelt immer weiter an
dem Stück Erdgeschichte nagt. |
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Kreideküste
zwischen
Lohme und Sassnitz |
ein
zwei Tage alter Abgang nach dem Unwetter vom 27.6.2007 |
Kreideküste
zwischen
Lohme und Sassnitz |
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Sassnitz - |
Vorbei
an Sassnitz und dem neuen Hafen von Mukran ging es weiter
Richtung Prorer Wiek, wo auf dem Land das größte
Bauwerk Deutschlands steht - die KdF-Anlage von Prora
( KdF - steht für Kraft durch Freude ) - ein Ort
nationalsozialistischer Massenerholung. 20
000 Arbeiter aufgeteilt auf 10
000 Zimmer mit je 12
m² und einem ausgetüftelten Freizeitprogramm
sollten hier gleichzeitig Urlaub machen. Also Urlaub nach
der Trillerpfeife. Nur gut, daß der geplante Bau
weiterer solcher Komplexe nie statt gefunden hat.
Das Seebad Binz liegt ca. 3
km von dem Koloss von Prora entfernt. Mehrere Kilometer
Sandstrand liegen einem zu Füßen. |
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| Hafen
von Mukran |
KdF-Anlagen
in Prora -
nationalsozialistische Utopie
der Massenerholung oder
Urlaub nach der Trillerpfeife |
gesamtes
Ausmaß der Anlage
KdF-Kraft durch Freude
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Seebad Binz - |
Von
Binz aus flogen wir wieder Richtung Südwesten über
das Jagdschloss Granitz weiter an Putbus mit dem schönen
Park, dem Circus vorbei. Auch Putbus hat sich als Stadt
schön herrausgeputzt, wenn ich
nur an die Ostzeiten zurück denke. |
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Jagdschloß Granitz - |
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Putbus - |
Circus
von Putbus |
Flugplatz
auf Rügen - Güttin - |
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Unser
Pilot verließ kurze Zeit später schon die
2300 Fuß Flughöhe und flog die kleine aber
feine Cessna wieder Richtung Güttin. Noch schnell
ein Foto über die Nase des Fliegers geschossen,
bevor er ganz sanft auf dem Rügener Flugplatz landete.
Diese Runde war wirklich sehr informativ und für
jeden empfehlenswert, der keine Flugangst hat.
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der
Endanflug |
Joachim
Radloff, unser Pilot für den Rundflug über die
herrliche Insel Rügen |
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Nach
unserer Landung zogen immer mehr Wolken auf und später
regnete es sogar vereinzelt. Das frühe Aufstehen
hat sich bezahlt gemacht.
Ich wünsche allen Piloten der Fluggesellschaft
Ostsee Flug Rügen GmbH immer viel Luft unter den
Flügeln und auch schöne Touren mit anderen
Fluggästen.
Allzeit
guten Flug wünscht René Riedel aus Heidenau
/ Sachsen
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